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Schmerzklinik am Arkauwald
Fachklinik für Spezielle Schmerztherapie
Arkaustr.,  97980 Bad Mergentheim
Tel. 07931 545 0 * Fax 545 131

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Chronischer Schmerz im Oberbauch
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Ein akuter (= plötzlich einsetzender) Schmerz im Oberbauch bedarf der sofortigen fachärztlichen Abklärung und Behandlung (Chirurgie, Innere Medizin).

Ein chronischer (= länger als 3 Monate anhaltender) Schmerz im Oberbauch geht überwiegend von der Bauchspeicheldrüse und dem M agen aus.

Einem Schmerz im Oberbauch (chronischer) infolge einer Affektion (= Störung / Erkrankung) der Bauchspeicheldrüse liegt meist eine chronische Pankreatitis zugrunde. Dabei kommt es zu einem dumpfen, zum Teil aber auch schneidenden Schmerz im Oberbauch, der zunächst gelegentlich auftritt und durch Essen oder Alkohol ausgelöst werden kann. Der Schmerz im Oberbauch kann bis in den Rück en ausstrahlen (meist zwischen die Schulterblätter). Später hält der Schmerz über Tage oder sogar Wochen an. Es gibt auch schmerzlose Formen (ca. 6 Prozent der Fälle).
In den westlichen Ländern ist die häufigste Ursache ein Alkoholmissbrauch.

Seltenere Ursachen für einen Schmerz (chronischer) im Oberbauch sind

Häufig bleibt die Ursache aber auch unbekannt.

Der Schmerz im Oberbauch infolge einer Affektion (= Störung / Erkrankung) des Magens ist meist auf eine chronische Gastritis zurückzuführen. Dabei handelt es sich um eine chronische Entzünd ung der Magenschleimhaut.

Häufige Ursachen sind:

  1. Befall der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori (85 % der Fälle).

  2. Medikamente wie Analgetika, insbesondere Rheumamittel, Kortison.

  3. übermäßiger Alkohol- und/oder Nikotingenuß

  4. Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem bildet Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Magenschleimhautzellen.

Seltenere Gastritisformen sind granulomatöse (= mit knötchenartigen Veränderungen einhergehende) Gastritis (Auftreten bei Morbus Crohn, Sarkoidose (= eine Krankheit, die mit zahlreicher Knötchenbildung einhergeht), Tuberkulose), eosinophile Gastritis (z.B. im Rahmen einer eosinophilen Gastroenteritis (= gleichzeitige Schleimhautentzündung des Magens und des Dünndarms)).
Neben einem Schmerz im Oberbauch treten bei der chronischen Gastritis uncharakteristische Oberbauch-Beschwerden wie Blähungen, Aufstoßen oder Völlegefühl nach den Mahlzeiten auf.

In diesem Zusammenhang ist auch die sog. Dyspepsie zu nennen. Dieser Begriff ist eine zusammenfassende Bezeichnung für Oberbauch-Beschwerden unterschiedlicher Genese (= Entstehung, Entwicklung), z.B. bei chronischer Gastritis (= Magenschleimhautentzündung), Motilitätsstörungen (= Störungen im Bewegungsablauf von Magen und Darm), Refluxösophagitis (= Entzündung der Speiseröhrenschleimhaut durch Einwirkung von aufsteigendem Magen- oder Zwölffingerdarm-Saft), Ulcera ventriculi et duodeni (= Magen-, Zwölffingerdarm-Geschwür) , peptischer Stenose (= magensaftbedingte Enge), Sklerodermie (= chronisch verlaufende Krankheiten mit bindegewebiger Verhärtung) oder Achalasie (= Funktionsstörung infolge fehlender Erschlaffung der glatten Magen/Darm-Muskulatur)
Dieser Schmerz im Oberbauch (chronischer) geht i.d.R. mit Völlegefühl, Übelkeit, Sodbrennen usw. einher.

Auch die Darmerkrankungen Crohn Krankheit und Colitis ulcerosa können zu einem Schmerz im Oberbauch (chronischer) führen, relativ selten tritt dieser aber isoliert auf, meist sind auch noch andere Bauchabschnitte betroffen.

Ansonsten kommt als Ursache für einen Schmerz (chronischer) im Oberbauch auch eine Cholezystitis infrage. Dabei handelt es sich um eine Entzündung der Gallenblasenwand, die zumeist durch Gallenblasensteine ausgelöst wird (akute Cholezystitis). 

Andere seltenere Ursachen können große Bauchoperationen, Infektionen und Unfälle, die mit begleitender Gallenblasenentzündung einhergehen, sein. Kommt es häufiger zu einer derartigen Entzünd ung, kann diese chronisch werden, eine sogenannte chronische Cholezystitis. Frauen erkranken häufiger als Männer.

Schließlich wäre noch anzuführen, daß auch Tumore zu einem anhaltenden Schmerz im Oberbauch führen können.

Im Sinne eines Übertragungsschmerzes kann ein Schmerz im Oberbauch auch durch akute Erkrankungen des Herzens (z.B. Herzinfarkt) hervorgerufen werden.

Schmerztherapie beim Schmerz im Oberbauch (chronischer)

Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin ein Schmerz im Oberbauch, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Ein länger bestehender Schmerz im Oberbauch erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Beim chronischen Schmerz im Oberbauch sind dies: 

  1. Information über die Erkrankung

  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Analgetika, Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)

  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenbetäubungen

  4. Akupunktur

  5. Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)

  6. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)

  7. Diätetische Maßnahmen entspr. der Ursache


    Therapeutische Lokalanästhesie beim Schmerz im Oberbauch (chronischer)

Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte Triggerpunktbehandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte am Oberbauch infiltriert.

Eine sehr hilfreiche und effektive Therapiemethode ist bei einem Schmerz im Oberbauch (chronischer) die kontinuierliche epidurale (= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter
Neben der erwünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung ist ein weiterer nicht zu unterschät
zender Vorteil, daß bei dieser Therapie, sozusagen als Nebeneffekt, auch der Grenzstrang (= paarige Nervenstränge des unwillkürlichen Nervensystems neben der Wirbelsäule) mit einbezogen wird, so daß es gleichzeitig zu einer erheblichen Durchblutungssteigerung kommt, die jeder entzündlichen Schmerzursache (z.B. Gastritis, Pankreatitis) fast schon kausal (= auf die Ursache gerichtet) entgegenwirkt.
Auch bei Verwachsungen ist die sympathikolytische
(= gefässerweiternde und damit durchblutungssteigernde) Nebenwirkung hilfreich, indem die entstandenen, bradytrophen (= mit vermindertem Stoffwechsel einhergehenden) Gewebsbereiche besser durchblutet werden und es dadurch zu einer Optimierung der gestörten Mikrozirkulation kommt. 

Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann individuell mittels Lokalanästhetikamenge (= Betäubungsmittelmenge) und -konzentration so gesteuert werden, daß die Schmerzreize aus dem gesamten Bauchraum bei weitgehend erhaltener Motorik (= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen können. 
Bei der sog. kontinuierlichen epiduralen Blockade
(= Betäubung) mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom Rücken her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko bei einem Schmerz im Oberbauch (chronischer) als vertretbar eingestuft werden.

Beim krebsbedingten Schmerz im Oberbauch kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.

Wenn ein chronischer Schmerz im Oberbauch längerfristig besteht, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

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Bauchschmerz   
      
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Sechs gute Gründe sprechen für eine stationäre Behandlung in der
SCHMERZKLINIK AM ARKAUWALD 

  1. Reichhaltige Erfahrungen, in der Klinik werden seit 1987 ausschließlich Patienten mit chronischem Schmerz behandelt.
  2. Hohe fachliche Kompetenz, die Klinik bzw. der Chefarzt besitzt die volle Weiterbildungsermächtigung der Ärztekammer für das Fachgebiet „Spezielle Schmerztherapie".
  3. Optimale ärztliche Betreuung. Durchschnittlich 60 Patienten werden von 5 (!) Ärzten versorgt, allein 3 davon sind geprüfte Fachärzte der Fachbereiche Anästhesie, Innere Medizin, Physikalische und rehabilitative Medizin.
  4. Optimale psychologische / psychotherapeutische Versorgung
    (3 Diplom Psychologen mit entspr. Weiterbildung).
  5. Umfassendes Therapieangebot. Durchführung aller anerkannten schulmedizinischen und teilweise naturheilkundlichen Therapieverfahren.
  6. Neben den gesetzlichen Krankenkassen und teilweise Rentenversicherungen sowie Berufsgenossenschaften übernehmen auch private Krankenkassen die Behandlungskosten.

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C
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Q
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